Schweizer Käse verstehen: Was Thekenkräfte von Melanie Koithahn lernen können

Warum schmeckt ein Schweizer Bergkäse eigentlich anders als viele andere Käse?
Warum spielt Heufütterung eine so große Rolle?
Und weshalb beginnt guter Käse lange vor der Käsetheke?

Genau um diese Fragen ging es bei einem besonderen Vortrag von
Melanie Koithahn
im Rahmen der Neueröffnung der Schweizer Käsewelt im ECC Hannover.

Im Schulungszentrum von
Ruwisch & Zuck
steht Weiterbildung für Käsefachkräfte im Mittelpunkt. Und genau das wurde an diesem Tag deutlich:
👉 Wer Käse besser versteht, verkauft ihn auch besser.

Schweizer Käse ist mehr als nur ein Produkt

Viele Kunden sehen an der Theke zuerst nur einen Bergkäse.
Doch hinter Schweizer Käsen steckt eine jahrhundertealte Kultur.

Melanie Koithahn machte in ihrem Vortrag deutlich, dass Schweizer Käse eng mit:

  • Landschaft
  • Klima
  • Fütterung
  • Tradition
  • und Handwerk

verbunden ist.

Gerade Begriffe wie „Sömmerung“ oder „Alpkäse“ wirken für viele Verbraucher zunächst abstrakt. Doch genau hier entsteht großes Potenzial für Beratungsgespräche an der Käsetheke.

Was bedeutet eigentlich „Sömmerung“?

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die sogenannte Sömmerung.

Dabei werden die Tiere im Frühjahr auf die Alpen getrieben, wo sie den Sommer verbringen. Währenddessen werden die Talflächen genutzt, um Futter für den Winter zu gewinnen.

Das Besondere daran:

👉 Die Tiere fressen auf den Alpen eine enorme Vielfalt an Kräutern und Gräsern.
👉 Genau diese Vielfalt beeinflusst später den Geschmack der Milch – und damit auch den Käse.

Für Thekenkräfte ist das ein wertvolles Verkaufsargument.

Denn plötzlich wird aus einem „Bergkäse“:

👉 ein Käse aus echter Sommerweidehaltung
👉 mit saisonalem Charakter
👉 und regionalem Terroir

Warum Heufütterung so wichtig ist

Ein weiterer Schwerpunkt war die Bedeutung von Heufütterung und Rohmilch.

In vielen Schweizer Regionen wird traditionell auf Silage verzichtet. Dadurch bleibt die Milch besonders rein und eignet sich hervorragend für die Herstellung von Rohmilchkäse.

Gerade bei lang gereiften Käsen ist das entscheidend.

Melanie erklärte sehr anschaulich:

👉 Gute Milchqualität entsteht nicht zufällig.
👉 Sie beginnt beim Futter und bei der Haltung der Tiere.

Das ist ein Punkt, den viele Kunden heute bewusst wahrnehmen und wertschätzen.

Käse verstehen statt auswendig lernen

Ein besonders wichtiger Satz aus dem Vortrag war:

👉 „Käse verstehen ist etwas anderes, als Käse auswendig zu lernen.“

Und genau darin liegt die Zukunft moderner Käseberatung.

Denn Kunden interessieren sich heute nicht mehr nur für Namen oder Herkunft. Sie wollen wissen:

  • Warum schmeckt dieser Käse so?
  • Was macht ihn besonders?
  • Warum kostet er mehr?

Wer diese Fragen beantworten kann, schafft Vertrauen – und verkauft automatisch hochwertiger.

Schweizer Käse als Kulturgut

Die Schweiz betrachtet Käse nicht einfach nur als Lebensmittel.
Er ist Teil der Kultur.

Viele traditionelle Herstellungsverfahren sind bis heute erhalten geblieben:

  • Kupferkessel
  • Holzfeuerung
  • händischer Käseauszug
  • lange Reifung
  • Rohmilchverarbeitung

Diese Ursprünglichkeit macht Schweizer Käse weltweit einzigartig.

Und genau diese Geschichten gehören an die Käsetheke.

Weiterbildung wird immer wichtiger

Die neue Schweizer Käsewelt im ECC Hannover zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Weiterbildung heute ist.

Denn nur wer Hintergründe versteht, kann:

👉 sicher beraten
👉 emotional verkaufen
👉 und Kunden langfristig begeistern

Gerade für Thekenkräfte ist dieses Wissen ein enormer Vorteil.

Fazit: Gute Käse brauchen gute Geschichten

Der Vortrag von Melanie Koithahn hat deutlich gemacht:

👉 Hinter jedem guten Käse steckt weit mehr als nur Milch.

Es geht um:

  • Landschaft
  • Tierhaltung
  • Tradition
  • Reifung
  • und echte Leidenschaft

Und genau diese Geschichten machen hochwertige Käsetheken heute erfolgreich.

🎧 Die komplette Folge hörst du im Podcast
CheeseCommerce – Verkaufsstrategien für Thekenprofis

🧀 Viel Freude beim Hören – und viel Erfolg an deiner Käsetheke!