Dem Watzmann auf der Spur
Manchmal braucht es gar kein klassisches Podcaststudio. Manchmal reicht ein Tisch, ein paar Mikrofone, gute Fragen und eine Kulisse, die besser kaum passen könnte.
Für unsere neue Folge von CheeseCommerce haben wir unser mobiles Podcaststudio im Spitzsteinhaus aufgebaut. Auf rund 1.300 Metern Höhe, mitten in den Bergen, haben Petra und André mit drei Expertinnen und Experten von Bergader über einen Käse gesprochen, der schon vom Namen her perfekt in diese Umgebung passt: den Watzmann.
Mit dabei waren Maria Tempelin, Nick Afflerbach und Leonhard Steigenberger von Bergader. Gemeinsam haben wir über Herkunft, Herstellung, Reifung, Verkauf und die Geschichten gesprochen, die einen Käse an der Theke lebendig machen.
Ein Käse, der Bilder im Kopf entstehen lässt
Der Name Watzmann klingt nicht einfach nur nach Käse. Er klingt nach Bergen, frischer Luft, Handwerk und einem Stück Heimatgefühl. Genau das macht ihn an der Käsetheke so spannend.
Denn Kundinnen und Kunden kaufen selten nur ein Stück Käse. Sie kaufen ein Gefühl. Eine Erinnerung. Einen Geschmacksmoment. Und manchmal auch eine kleine Geschichte, die sie weitererzählen können.
Der Watzmann bietet dafür viele Anknüpfungspunkte. Sein Name weckt Neugier. Seine Bergkäse-Anmutung schafft Vertrauen. Und sein Geschmack ist kräftig genug, um Charakter zu zeigen, aber gleichzeitig zugänglich genug, um viele Menschen abzuholen.
Gerade für Kundinnen und Kunden, die sich langsam an würzigere Käse herantasten möchten, kann der Watzmann ein sehr guter Einstieg sein. Nicht zu wild. Nicht zu streng. Aber eben auch nicht langweilig.
Was macht einen guten Beratungskäse aus?
In der Folge sprechen wir nicht nur über das Produkt selbst, sondern vor allem darüber, wie wir solche Käse an der Theke besser erklären können.
Denn das ist am Ende unser Alltag: Da steht jemand vor der Theke, schaut auf die Auslage und fragt vielleicht ganz schlicht: „Wie schmeckt der denn?“
Und genau dann entscheidet sich, ob aus einem Stück Käse ein Verkauf wird. Oder sogar ein Erlebnis.
Beim Watzmann können wir über seine Reifung sprechen, über seine Konsistenz, über die feine Würze und darüber, warum er sich für viele Kundinnen und Kunden so gut eignet. Wir können ihn als Käse beschreiben, der Charakter hat, ohne zu überfordern. Als Bergkäse, der Lust macht auf mehr.
Solche Formulierungen helfen nicht nur beim Verkauf. Sie nehmen Kundinnen und Kunden auch die Unsicherheit. Gerade bei Käse ist das wichtig. Viele möchten gerne Neues probieren, haben aber Angst, daneben zu greifen. Eine gute Beratung baut genau diese Hemmschwelle ab.
Warenwissen, das wirklich hilft
Natürlich ging es in unserem Gespräch mit Maria, Nick und Leonhard auch um klassische Warenkunde.
Was bedeutet Bergkäse eigentlich? Welche Rolle spielt die Reifung? Wie verändert sich ein Käse mit der Zeit? Warum ist pasteurisierte Milch für die Beratung an der Theke interessant? Und was hat es mit mikrobiellem Labaustauschstoff auf sich?
Das sind Fragen, die im Alltag schnell wichtig werden können. Zum Beispiel, wenn Kundinnen und Kunden wissen möchten, ob ein Käse für Schwangere geeignet ist oder ob er vegetarisch hergestellt wurde.
Genau hier zeigt sich, wie wertvoll gutes Hintergrundwissen ist. Nicht, um mit Fachbegriffen zu glänzen. Sondern um sicher, verständlich und ehrlich beraten zu können.
Denn eine gute Antwort muss nicht kompliziert sein. Sie muss nur sitzen.
Kinderfragen von Elias
Ein besonderes Highlight der Folge waren die Fragen von Elias.
Er wollte wissen, wie Käse überhaupt hergestellt wird, wie lange es dauert, bis man ihn essen kann, warum der Käse Watzmann heißt und wer diesen Namen eigentlich erfunden hat.
Solche Fragen sind wunderbar, weil sie uns zurück zum Wesentlichen bringen. Sie zeigen, dass Käse für viele Menschen erst einmal etwas Alltägliches ist. Etwas, das im Kühlschrank liegt, aufs Brot kommt oder beim Abendessen auf dem Tisch steht.
Aber dahinter steckt so viel mehr: Milch, Kultur, Reifung, Erfahrung, Handwerk und jede Menge Entscheidungen auf dem Weg vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.
Gerade diese einfachen Fragen öffnen oft die besten Gespräche.
Warum Geschichten an der Theke so wichtig sind
Die Watzmann-Folge zeigt sehr schön, was CheeseCommerce ausmacht.
Es geht nicht nur darum, Produkte zu kennen. Es geht darum, sie erzählen zu können.
Denn an der Käsetheke haben wir jeden Tag die Chance, aus einem kurzen Moment mehr zu machen. Ein Kunde fragt nach einem Stück Käse. Eine Verkäuferin oder ein Verkäufer gibt nicht einfach nur eine Scheibe über die Theke, sondern ein Stück Wissen, ein bisschen Begeisterung und vielleicht sogar eine neue Lieblingssorte mit.
Dafür brauchen wir keine auswendig gelernten Verkaufssätze. Wir brauchen echtes Interesse, gute Geschichten und ein Gefühl dafür, was unser Gegenüber gerade braucht.
Der Watzmann ist dafür ein schönes Beispiel. Er bringt alles mit, was ein guter Thekenkäse braucht: einen starken Namen, einen zugänglichen Geschmack, eine gute Geschichte und viele Möglichkeiten für Beratung.
Unser Fazit
Die Aufnahme im Spitzsteinhaus war für uns etwas Besonderes. Nicht nur wegen der Höhe oder der Aussicht. Sondern weil der Ort, das Thema und der Käse einfach zusammengepasst haben.
Mit Maria Tempelin, Nick Afflerbach und Leonhard Steigenberger hatten wir Gesprächspartner am Tisch, die den Watzmann aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet haben. So ist eine Folge entstanden, die Warenwissen, Praxis und Emotion miteinander verbindet.
Für alle, die an der Käsetheke arbeiten, ist diese Folge eine Einladung: Schaut genauer hin. Fragt nach. Erzählt mehr. Denn oft steckt hinter einem Käse viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.
Und genau diese Geschichten machen unsere Theken lebendig.
Jetzt reinhören in die neue CheeseCommerce-Folge über den Bergader Watzmann.
CheeseCommerce der Podcast für alle, die Käse nicht nur verkaufen, sondern verstehen wollen.
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